Regionalstrom über Soester Plattform

Regionalstrom über Soester Plattform

Stadtwerke Soest x hubvision

5. Mai 2020

Treffen etablierte Stadtwerke aus Soest, eine IT-Agentur aus Ense und die RheinEnergie AG aus Köln aufeinander – dann entsteht eine neue Ökostrom-Plattform: Das Stromodul. Die Entscheidung über einen Stromanbieter treffen und dabei gleichzeitig die regionale Wirtschaft nachhaltig zu unterstützen wird durch die Plattform www.regionalstrom-soest.de müheloser und flexibler. Diese entstand aus einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Stadtwerke Soest und hubvision aus Ense.

Die Herausforderung

Das Thema Strombezug war lange Zeit nicht allgegenwärtig. Doch mit dem immer größer werdenden Umweltbewusstsein wird auch der Wunsch nach nachhaltigen Ressourcen immer größer. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger im Energiesektor durch Transparenz und Glaubwürdigkeit Zusammenhänge deutlich zu machen, so Herr Rathert von den Stadtwerken Soest. Zudem fallen viele Anbieter von nachhaltigen Energieressourcen mit dem kommenden Jahreswechsel aus der EEG-Förderung. Deshalb muss man sich zusätzlich die Frage stellen, was man tun kann, um die Energiewende vor Ort zu realisieren. 

Die Lösung

Hier setzt die Entwicklung an – Die in knapp einem Jahr entwickelte Plattform dient unter anderem als Vermittlungsplattform zwischen privaten sowie geschäftlichen Anbietern und deren Kunden. Hier kann man sich seinen Stromtarif von unterschiedlichen regionalen Anbietern individuell zusammenbauen und sich gleichzeitig über die jeweiligen Anbieter informieren. Zudem kann man auf der Plattform jederzeit seinen Ist- und prognostizierten Stromverbrauch einsehen, so dass es am Ende des Jahres keine bösen Überraschungen gibt. Die Plattform dient vor allem auch dazu, den Menschen deutlich zu machen, dass die individuell etwas für die Umwelt tun können und das Thema Nachhaltigkeit durch die Auswahl von regionalen Anbietern nahbar zu machen.

Seit der Veröffentlichung im November 2019 zählt die Plattform rund 850 Kunden und 42 Anlagenbetreiber – Tendenz steigend. Zudem gibt es bereits 6 White-Label Kunden, die diese Idee auf ihre Regionen und Städte übertragen.

Beendet ist das Projekt noch nicht, sondern es wird anhand von Kundenfeedback immer evaluiert und weiterentwickelt.

Vom Technischen Großhändler zum Digitalisierungs­partner

Vom Technischen Großhändler zum Digitalisierungs­partner

Die Piel GmbH in Soest

4. Oktober 2019

Die Technische Großhandlung Piel, mit 5 Standorten in Deutschland (Hauptsitz in Soest, NRW), verkauft seit 101 Jahren aus einem Sortiment mit mehr als einer Million Artikeln Werkzeuge und Kleinteile wie Schrauben, Arbeitshandschuhe und vieles mehr an Industrieunternehmen. Das klingt nicht nach Digitalisierung? Weit gefehlt! Schon im Jahr 2000 hat Piel den ersten Online-Marktplatz1 für Industriekunden eingerichtet. Heute digitalisiert das Unternehmen für seine Kunden den gesamten Beschaffungsprozess.

Der Markt hat sich verändert. Mit dem Durchbruch des Internets und dem Start diverser Online-Marktplätze wurden Preise transparenter. Piel legt deshalb großen Wert auf Service und qualifizierte Beratung – so differenziert sich das Unternehmen vom Wettbewerb. Zu Beginn war diese eine Zusatzleistung im Rahmen des Verkaufsgesprächs. Heute ist die umfassende Prozessberatung eine alleinstehende Dienstleistung, welche so viel Mehrwert für den Kunden schafft, dass er dafür bezahlt. Der durchschnittliche industrielle Beschaffungsprozess hat 36 Einzelprozessschritte und kostet 115,28 Euro pro Bestellung2 Egal ob ein Laptop oder ein Bleistift bestellt wird. Piel reduziert die Anzahl der Prozessschritte auf 10 und die Kosten auf 45 Euro. Dafür holt Piel alle am Prozess beteiligten Mitarbeiter des Kunden an einen Tisch, entwickelt gemeinsam mit dem Kunden effizientere Prozesse und implementiert sie auf Wunsch im Anschluss an das Beratungsprojekt. Dabei spielt Digitalisierung eine große Rolle. Die Beschaffung erfolgt über eine digitale Plattform. Piel weiß, was bis wann gebraucht wird, und liefert die erforderlichen Produkte zum Einsatzort in der Produktion. Gleichzeitig werden Laufwege und Pläne für den Einsatz der Produkte via App bereitgestellt, wie beispielsweise Informationen über den richtigen Einsatzbereich von persönlicher Schutzausrüstung. Da alle Mitarbeitenden daran beteiligt sind, den Prozess neu zu gestalten, fällt die Akzeptanz für die Veränderung leichter.

Unternehmen wie die Stahlwerke der Georgsmarienhütte Holding GmbH, die Spenner GmbH & Co. KG in Erwitte und die Wepa Hygieneprodukte GmbH in Müschede nutzen die Produkte und Services von Piel. Für die HeidelbergCement AG ist Piel Systemlieferant und Digitalisierungspartner. Den fachlichen Austausch zwischen den Unternehmen fördert Piel durch die Netzwerkveranstaltung „Materialwirtschaftsforum für den Mittelstand“ (MaWi-Forum). Dabei gewinnt Michael Piel, geschäftsführender Gesellschafter der Piel GmbH, neue Erfahrungen im Zeitalter der Digitalisierung: „Man redet viel offener miteinander und findet so neue Partner. Bei uns wurde zum Beispiel aus einem ehemaligen Wettbewerber, einer Spezial-Onlineplattform, ein neuer Kunde.“ Das nächste MaWi-Forum für den Mittelstand3 findet am 05.03.2020 in Dresden statt.

„Wir sind heute ein anderes Unternehmen als vor 20 Jahren. Die größte Herausforderung ist und bleibt dabei die Veränderung im Kopf“, sagt Mario Ernst, geschäftsführender Gesellschafter, „sowohl beim Kunden als auch bei den eigenen Mitarbeitern. Unsere Erfahrung ist: Wenn es gelingt, den Nutzen deutlich zu machen, dann ziehen die Menschen auch mit.“

[1] https://www.piel.de/Typisch-C-Teile/eProcurement/eProcurement-Manufaktur/index.html

[2] Wert in Anlehnung an: Prof. Dr. Holger Müller, M.Sc.-Psych. Elisabetha Bollini: „Indirekter Einkauf im Fokus: Zwischen Einsparpotential und Zukunftschancen“ 2017  

[3] https://www.mawiforum.de

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